Freitag, 11. März 2016

Was ist Erziehung?

"Kinder brauchen keine Erziehung"
das war der Titel eines Artikels von HappyBabys-Bindung. Diese Seite verfolge ich mit grossem Interesse und möchte euch hier gern an meinen Überlgungen zu diesem Thema teilhaben.

Wenn ich so einen Titel lese, spricht es mich gleich an.
Wieso?
Er ist unkonventionell. Das springt mir immer gleich ins Auge. Wie könnte man es noch anders machen. Wie ist es auch richtig. Bestätigt es meinen Stil, der nicht ganz so ist wie "man" es macht?

Ich bin ganz der Meinung, Kinder brauchen keine Erziehung, sondern Vorbilder. Im Artikel wird ganz schön eine Definition von Erziehung gezeigt. "ziehen" wie eine Pflanze, da eine Rankhilfe, dort etwas Dünger... dass das Pflänzchen so wird, wie ich es gern hätte. Ziehen wie ein Leiterwagen, der folgt mir, wohin ich gehe... Ich will kein am Stöcklein hochrankendes Pflänzlein als Kind. Auch keines, dass genau hinter mir herzottelt und nur das macht, was ich will.

Was will ich denn von meinem Kind?
Selbstständigkeit.
Meine Kinder sollen selbstbewusst werden. Es soll sie nicht kümmern, was "man" so tut. Sie sollen tun, was sie für richtig halten, was ihnen gefällt. Sie sollen frei sein von Zwängen. Das Quakifröschli soll doch sein sehnlichst gewünschtes lila Röckli bekommen. Er soll laut sein dürfen. Schreien und dem Echo horchen.

Theoretisch....

Und nun kommt die Praxis. Das ist das schwerste für mich als Mutter. Bin ich selbstbewusst genug, nur Vorbild zu sein? Nicht zu erziehen, sondern mit meinen Kindern den Weg des Erwachsen werdens zu gehen? Gemeinsam einen Pfad durchs Gestrüpp der Vorschriften und Normen zu finden?
Ich empfinde es jeden Tag als eine riesige Aufgabe.
Und leider scheitere ich sehr oft.
Sehr oft falle ich in ein Muster zurück, das ich nicht möchte.
Sehr oft erziehe ich, übe Macht aus.
Vor allem, wenn ich müde bin.

Artikel wie die von HappyBabys-Bindung helfen mir dabei, wieder auf die Spur zu finden, wenn ich sie verlassen habe. Meinen Kindern wieder mit Geduld durchs Gestrüpp helfen.

Von der Erziehung zur Beziehung
da will ich hin. In der Theorie bin ich da. Aber ich muss ehrlich merken, dass die unbewussten Muster, die in uns stecken einfach wahnsinnig stark sind. In meiner Ausbildung habe ich das gelernt. Dass man bewusst ausbrechen muss, sonst macht man es so, wie "man" es macht. So, wie man es von seinen Eltern gelernt hat (zum Glück war vor allem meine Mutter damals schon auf der Beziehungs-Schiene, das erleichtert mir einiges, finde ich).

Vertrauen ist so ein grosses Wort. Aber wunderschön! Ich will meinen Kindern vertrauen können. Und meinem Instinkt vertrauen können. Das braucht manchmal viel Zeit.
Als das Quakifröschli einfach immer so lange nicht einschlafen konnte, musste ich vertrauen. Darauf, dass er meine Nähe jetzt braucht. Dass ihn meine Nähe jetzt stark macht für später.
Wenn das Quakifröschli sagt, er habe mit dem Grosi telefoniert, er gehe jetzt zu ihr auf Besuch. Allein. Mit dem Laufrad 300m zum Nachbars-Grosselternhaus. Da muss ich vertrauen, dass er nicht bei der Kreuzung einfach links abbiegt auf die Hauptstrasse.
Ich muss vertrauen, dass er nicht gerade aus weiter fährt, quer über die Hauptstrasse, wenn wir von unserem Spaziergang nachhause kommen. Im letzten Moment, zack, abbiegen auf unseren Fussweg.
Vertrauen darauf, dass das Meitschibei stolz ihre frei-steh-Übungen auf der Treppe macht und zwar ohne Unfall. Hach mein Herz rast jedes Mal, wenn sie so stolz auf steht und strahlend die Hände los lässt von der Treppenstufe oder vom Geländer!
Ja, vertrauen ist ein echt grosses Wort, aber wenn ich meinen Kindern vertraue, werden sie unglaublich stark, das merke ich jetzt schon, nach diesen wenigen Jahren, indem ich meinen Kindern ganz viel Vertrauen und somit auch Selbstvertrauen schenke.

Und nun kommt noch die gewaltfreie Kommunikation. Habt ihr schon mal davon gehört? Das erste mal hörte ich das, als meine Mutter mir und meinen Geschwistern davon erzählte. Ich war da glaub ich schon im Teeniealter. Oft haben wir zusammengesessen und besprochen, wie es denn harmonischer ginge. Wie mit weniger Schimpfen. Wie könnte man es sagen, damit der andere nicht wütend wird... wir waren sechs Kinder. Da gab es echt viel Potential für Übungen dieser Art...

Diese Art der Kommunikation ist wirklich richtig wunderbar. Ich-Botschaften. Von mir reden. Gefühle und Bedürfnisse des anderen Wahrnehmen und aussprechen.
Es ist so schön zu sehen, wie das funktioniert. Wie diese Art des Sprechens Menschen gut tut, die es nicht so kennen. Wie das Streit und Unstimmigkeiten in der Partnerschaft zu lösen hilft, wenn wenigstens einer auch nur wenig über diese Art der Kommunikation weiss. Einfach herrlich zu sehen, wie das Quakifröschli mir seine Gefühle mitteilt und auch mit dem Meitschibei in Ich-Botschaften redet.
Dann weiss ich, dass ich alles richtig mache. Dass meine Art die richtige Art der Erziehung ist. Eben des Vorlebens. Des Gemeinsam-gehens.
Und wisst ihr, was das pure Gegenteil davon ist? Haha das können wir auch, mein Sohnemann und ich. Wir sind Profis darin, einander hochzuschaukeln im Zorn. Da wird einander nichts geschenkt. Bis dann irgendwann doch der Mamaverstand zurchsickert und das einfach durchbrechen MUSS!

Zu guter Letzt kommen wir noch zu den Strafen. Auch da hat man doch so Muster. Auch ich und da gibt es einfach gewisse Situationen, die mich so unendlich zur Weissglut treiben, dass es nicht anders geht. Da muss der kleine Mann vor die Tür. Wenn es ein Millimeter vor dem Zuschlagen ist. Wie gesagt, wir können uns echt gut hochschaukeln!
Aber ist das die Lösung? Sei brav, sonst musst du vor die Tür?
Iss auf, sonst lese ich dir keine Geschichte vor?
Du hast die Schwester gehauen, ab ins Zimmer?
Meiner Meinung nach total unsinnig und für Kinder sowas von nicht nachvollziehbar.
Im zu Beginn genannten Artikel hat es einige wundervolle Beispiele, wie man die Beziehung zu seinem Kind stärken kann. Viel effektiver als jede Strafe.

Und als Schlusssatz meinerseits:
Behandle dein Kind stets so, wie du behandelt werden möchtest!

Das ist mein oberster Leitsatz in meinem Mamialltag. Und dieser Leitsatz hilft mir sehr oft in schwierigen Situationen. Eigentlich ist er die Lösung zu fast jedem Problem zwischen mir und dem Quakifröschli. Ich versetzte mich in mein Kind hinein und behandle es ebenbürtig.

Samstag, 5. März 2016

Die Tüpfliqueen-Windeleinlagen

Seit ich angefangen habe mit Stoffwindeln zu wickeln habe ich mich gefragt, wieso es denn nicht Einlagen gibt, die einfach zuverlässig saugen. Wieso muss man boostern, kombinieren oder kriegt ab den mitgelieferten Einlagen der ach-so-schönen Stoffwindel so den Frust, dass man sogar wieder mit Wegwerfwindeln wickelt. Mit der Zeit lernte ich wirklich gute Einlagen kennen. Hanf und Bambus haben mich als Materialien sehr überzeugt. Es gibt aber nun ein wunderbar tollen, neues Windel-Einlagen-Material, das mich so gebafft hat, dass ich mich entschloss, daraus selber Einlagen zu machen und somit auch andere an diesem Wundermaterial teilhaben zu lassen.

Über den Namen "Zorb" stösst man unweigerlich, wenn man sich mit Stoffwindeln beschäftigt. Es ist ein Gewebe, das extra für Stoffwindeleinlagen fabriziert wird. Die spezielle Webart und das eingeschlossene Zorb-Material verleihen diesem Stoff wirklich Super-saug-Kräfte.
Viele kennen Zorb II Dimples von den Einlagen der Windelmanufakturwindel. Mich begeistert aber der neuste Zorb, der 3D Zorb noch viel mehr!

Für das Quakifröschli habe ich einmal zu Testzwecken Zorb II Diamonds gekauft und zu 3-lagigen Megaboostern vernäht. Sie waren definitiv zu dick, mit der Zeit scheuerte es das innenliegende Gewebe frei und die Ränder wellten sich. Zudem war die Einlage gstabig und fast etwas hart. Nun beim Meitschibei habe ich den restlichen Zorb II vernäht zu etwas gescheiteren Einlagen! Ausserdem habe ich den neuen 3D Zorb dazu gekauft und ebenfalls zu Einlagen vernäht, die mich immer wieder von neuem begeistern.

Mini StayDry
Einlage "Mini StayDry" aus zwei Lagen Zorb II Diamonds, mit einer Stay-Dry-Seite.


 Das Ziel dieses Boosters ist es, schön klein zu bleiben, in jede Windel zu passen, nicht aufzutragen, aber dennoch die Saugstärke zu verbessern. Die "Mini StayDry" glänzt vor allem in kleinen Newbornwindeln wie der Totsbots Teenyfit, der Pop-in oder der Blueberry. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass vor allem die schön kleinen Newbornwindeln bald mal an ihre Sauggrenze stossen, wenn man nicht strenger als alle drei Stunden wickeln möchte. Dann ist die "Mini StayDry" perfekt. Vorn etwas breiter, hinten etwas schmaler. Es trägt auch noch nicht zu stark auf, wenn man den schmaleren Teil einmal umklappt und so die Saugkraft verdoppelt an einem Ende. Wenn man das macht, muss natürlich die um gefaltete Seite nach vorn.
Einlage "Mini StayDry" als Booster in der Newbornwindel Totsbots Teenyfit.
Die wichtigsten Eigenschaften der "Mini StayDry":
- einlagig, auf Wunsch zweilagig
- bleibt in Form
- eine Seite mit Stay-Dry-Funktion (100%) Polyester
- eine Seite aus Bambus/Bio-Baumwollgemisch
- schön klein, passt in Newbornwindeln
- Trockenzeit: sehr schnell, doppelt mittel
- Saugkraft:wenig, doppelt mittel

Maxi StayDry
Einlage "Maxi StayDry" aus zwei Lagen Zorb II Diamonds, mit einer Stay-Dry-Seite.
Der grosse Bruder der "Mini StayDry" besteht aus zwei Lagen Zorb 2 Diamonds und hat ebenfalls eine Seite mit Stay Dry Funktion. Diese Einlage bleibt schön in Form auch nach mehrmaligem waschen. Sie ist genug breit, um als eine vollwärtige Einlage für AI3 benutzt werden zu können. Bei AI3 Windeln finde ich es wichtig, dass die Einlage die Hülle ausfüllt in der Breite, damit auch nichts daneben läuft. 2-Way-Boost schafft das problemlos, deswegen mag ich sie gern in der Windemanufakturwindel oder der G Diaper.
Wenn sie gefaltet in der Windel liegt, hat man so 4 Lagen Zorb, was schön viel saugt. Zum Trocknen sind viele Stofflagen ungünstig, deswegen sind alle meine grossen Einlagen faltbar. Viel Saugkraft auf der einen Seite, so schnell wie möglich trocken auf der anderen.
Einlage "Maxi StayDry" als vollwertige Einlage in der G Diaper (Medium)

Die wichtigsten Eigenschaften der "Maxi StayDry":
- zweilagig
- bleibt in Form
- eine Seite mit Stay-Dry-Funktion (100%) Polyester
- eine Seite aus Bambus/Bio-Baumwollgemisch
- breit genug als für eine vollwertige AI3-Einlage
- Trockenzeit: mittel
- Saugkraft: hoch


Miniboost

Einlage "Miniboost" aus 3D Zorb.
Ich bin echt überwältigt von diesem neuen Zorb! Er besteht aus 100% Bio-Baumwolle und ist auch nach vielem Waschen immer noch weich. Deswegen lässt sich diese einlagige Zorb-Einlage auch nicht nur halbieren, sondern auch dritteln und ist so ein echter Bomberbooster. Sie bleibt so auch mit drei Lagen schön dünn und ist so ein Muss für alle, die gern schlanke Windelopops haben. Ich lege sie immer gedrittelt unter die GroVia- Einlage oder unter die angenähte Saugschicht der Bumgenius Elemantal. Beide Windeln saugen so wirklich sehr viel, ohne dabei viel aufzutragen. Natürlich kann man die Einlage auch halbiert benützen. Etwas weniger geballte Saugkraft, dafür noch schlanker.

Die "Miniboost" in der GroVia Hybrid
Die "Miniboost" gedrittelt in einer Gro Via Hybrid-Einlage.
Die wichtigsten Eigenschaften der "Slimboost":
- einlagig
- sehr dünn, trägt kaum auf
- schmal geschnitten
- Faltung: halbiert oder gedrittelt
- Trockenzeit: mittel
- Saugkraft: hoch, gedrittelt sehr hoch
- Material: 3D Zorb (100% Bio Baumwolle)

Maxiboost

Die "Maxiboost" ist eine reine Boostereinlage aus 3D Zorb.
Der weltbeste Booster, der mir bisher über den Stoffwindelweg gelaufen ist, ist dieser Maxiboost. Wennschon boostern, dann aber richtig! Diese zweilagige Einlage aus 3D Zorb ist ebenfalls ganz weich, aber doppelt so dick wie die "Slimboost". Deswegen wird sie auch nur einmal gefaltet, das gibt dann total vier Lagen Zorb, was wirklich sehr viel saugt. Für eine Nachtwindel kann man sie immer noch an der am stärksten beanspruchten Stelle einmal mehr falten, um so noch mehr Saugkraft zu erzeugen. Da dieser Booster schön weich ist, trägt er trotz seiner vier Stofflagen nicht stark auf.
Maxiboost verwende ich für alle möglichen Windeln als Booster. Sehr gern auch in Hybridüberhosen neben einer Mullwindel. Da sie nicht so breit ist, reicht die Maxiboost alleine nicht, denn es braucht etwas, dass auch auf die Seite laufendes Material auffängt.

Die "Maxiboost" als saugstarker Booster in einer Bumgenius Elemental.
Die "Maxiboost" in einer Milovia Hybridüberhose in Kombination mit einer Mullwindel.

Die wichtigsten Eigenschaften der "Maxiboost":
- zweilagig
-starker Booster für alle Arten von Stoffwindeln
- eher schmal geschnitten
- Faltung: halbiert
- Trockenzeit: lang
- Saugkraft: sehr hoch
- Material: 3D Zorb (100% Bio Baumwolle)











Donnerstag, 3. März 2016

Probenähen für BeeKiddi: BeeEasy

Es gibt so Stoff, der fällt einem in die Hände und man weiss grad diverse Schnitte, die man damit nähen möchte. Das ist mir bei diesem süssen Sternenjersey passiert. Ein Ballenendstück bei Leleli, das unbedingt zu mir musste!
Der Stoff fällt so schön, ein Wasserfallshirt wäre der Traum! Oder eben die geteilte Version von BeeEasy.
Aber ehrlich, geht es euch auch manchmal so, zu jedem Teil, das fertig wird, könntet ihr einen Roman schreiben, weil was schief lief, was anders lief, was nicht ging, was sowieso???



Roman zu diesem Teil...
nein, das wollt ihr gar nicht wissen...
 zu peinlich!





Haare sitzen, also los mit Fotos gucken!











 Die silbrigen Sternchen sieht man nur von nah, sonst sind es einfach süsse Glitzerdinger!








 Das Wetter war Katastrophe, die Einstellungen der Kamera auch, aber irgendwas musste ich ablichten...













Und nun doch noch kurz, wie es zu der einflügligen Variante kam:
Man näht verschlafen am Sonntag... an einem sehr trüben Sonntag und merkt plötzlich, dass man den Zeitpunkt verpasst hat, den zweiten Flügel an den Ärmel zu nähen. Und zwar nicht nur verpasst, sondern ich-hab-schon-beim-zweiten-Ärmel-die-Nahtzugabe-mit-Dreifachgeradstich-abgesteppt verpasst. Versteht ihr? Also nix mit Auftrennen. Ovistich UND Dreifachgeradstich an zwei Schulternähten. Nein, das ging nicht. Etwas verzweifelt habe ich das der Schnitterstellerin, der lieben Sabine zurückgemeldet. Und wisst ihr was sie sagte?
"Kein Problem, ich suche eh noch Designbesipiele für die einflüglige Variante".
Yeah! Glück gehabt!

Schnitt: BeeEasy von BeeKiddi
Stoff: Jersey von Leleli





Mittwoch, 2. März 2016

Probenähen für BeeKiddi: BeeEasy Basic

Was lockeres aus Strick musste her! Also habe ich mir bei Leleli die letzten zwei Strickstücke ergattert. Ich war nicht wählerisch, wollte einfach mal Strick verarbeiten.
Es war gleich klar, dass dafür BeeKiddi Schnitte herhalten müssen. Und da gerade BeeEasy, ein eher locker fallender Schnitt, im Probenähen war, entschied ich mich natürlich dafür.

Wie erging es euch so beim ersten Strick vernähen? Ich habe gedacht, ich krieg noch die Krise...
Ich habe ja keine so Super-Ovi, die alles selber einstellt. Also drehte ich mal hier, mal da, bis alles stimmte und mir der feine Strick beim Versäubern nicht mehr kräuselte. Schon beim Zuschnitt musste ich gucken, dass es keine Fäden zog und sich nicht alles auflöste. Also war ich froh, als alles schön gesichert war!
Ja, ich habe keine Ahnung, wie man Strick näht, ich machte einfach!
Und nähte alles mit einem Geradstich zusammen.... bis auf die letzte Naht! Da fiel mir nämlich auf, was ich gemacht habe und ich hätte heulen können!
Da fiel mir ein, dass Sabine von BeeKiddi während des Probenähens einen undehnbaren Stoff vernäht hat, aber nur auf einer Seite. Ich hatte also gute Chancen, dass ich trotzdem in das Teil passte. Der Stoff war ja dehnbar, nur die Naht nicht...

Ich Huhn, ehrlich! Wie kann man nur!!!



 Nun ja, das Ergebniss gefällt mir, es wird noch sicher ein Teil in Sweat folgen! Einfach ein toller Pulli zum schnell reinschlüpfen, auch wenn man sich mal wieder ganz dick fühlt ;-)




Speziell bei diesem Schnitt sind die Sattelärmel. Ich mag die ganz gern, mal was anderes.

Kanz typisch für BeeKiddi ist auch wieder, dass man X Versionen nähen kann aus diesem Schnitt! Ich habe jetzt die Basic-Version gemacht, wirklich ganz easy!



Hinten und vorn habe ich gleich lang gemacht und der Schlitz auf der Seite etwas gekürzt. Arme und Bund sind nur versäubert mit der Ovi. Den Halsausschnitt habe ich eingefasst!


Schnitt: BeeEasy von BeeKiddi
Stoff: Strick von Leleli

Sonntag, 28. Februar 2016

AnniNanni Mädchentraum aus Sweat


Beim Probenähen bin ich gern kreativ, wenn es mir die Zeit erlaubt.
Mit meinen zwei Kinderlein fühle ich mich manchmal echt wie mit angezogener Handbremse und komme deswegen oft auch beim Probenähen nicht so schnell voran, wie ich gern möchte. Dass ich aber für die liebe AnniNanni doch noch ein zweites Kleid nähe, das war mir ein grosses Anliegen. Und eigentlich ist es echt superschnell genäht.

Montag, 22. Februar 2016

Die Tüpfliqueen-Windel

Wer mit Stoffwindeln wickelt sucht immer die perfekte Windel und die perfekte Einlage. Ich bin gerade dran, meine für mich perfekte Windel zu entwickeln. Ich bin nun bei Version 2 angelangt, die wir jetzt einige Wochen ausgiebig getestet haben und ich bin sowas von verliebt! Sie ist schon nahezu perfekt!Aber nun der Reihen nach!

Ich habe das Material Wolle zu lieben gelernt! Nur waschen, wenn sie schmutzig ist, atmungsaktiv, weich, natürlich, einfach der Hammer!

Es war also irgendwann ganz klar, dass "meine" Windel, eine Wollwindel sein würde. Ausserdem begeisterte mich das Hybrid System immer mehr. Also habe ich angefangen Schnittmuster zu zeichnen, zu überlegen, wie am einfachsten und schnellsten genäht werden könnte und welche Wolle sich wohl am besten eignet. So entstand die Tüpfliqueen-Windel.

Die erste Version war aus Bio-Wollfleece. Einfach das Material aus Wolle, das ich gerade hier hatte. Für den ersten Prototypen reichte das. Schon nach den ersten Stichen bemerkte ich Dinge, die unbedingt geändert werden mussten bei Version 2. Vor allem auch das Material war noch nicht optimal. Wunderbar dicht und kuschelweich, aber etwas zu dehnbar um den Bauch.

Version 2 war nun aus Wollwalk. Kein Bio, weil ich das einfach nicht gefunden habe in der Schweiz und es immer noch ein Prototyp war, also ging es immer noch primär um Form und Funktion und nicht um Qualität des Materials. Walk ist ein viel besseres Material, nur schon zum Vernähen. Festern, dünner, dichter. Tolle Voraussetzungen für eine Wollhybridwindl.
Was ich alles optimiert habe, bleibt mein Geheimnis, ganz alle Wunderheiten meiner Windel, verrate ich natürlich nicht! Aber das ist sie nun, die Tüpfliqueen-Hybrid-Windel aus Wollwalk. Es wird noch einige weitere Versionen geben, bis ich den perfekten Walk gefunden habe. Sonst werden sich aber nur noch Kleinigkeiten ändern.




 Die Windel wird es vorerst in einer Grösse geben, die von 8-16kg passt. Sie wird vorn mit zwei Druckknöpfen geschlossen.

 Auf der Innenseite befinden sich zwei Laschen, welche die eingelegten Einlagen am verrutschen hindern. Alle Windeln sind in ihrer Grundfarbe grau. Sie wird durch eine Stickerei auf der Rückseite oder Baumwollstoff vorn und hinten individualisiert und zu einem Unikat. Zur Stickerei oder zum Baumwollstoff gibt es farblich passende Nähte und Knöpfe.

 
Diese Windel wird definitiv eine reine Liebhaber- oder Sammlerwindel. Wollwindeln sind etwas dicker als PUL-Windeln, was definitiv auch ein grösseres, aber ein vielleicht gerade deswegen noch süsseres Windelpaket gibt.

 Ich freue mich sehr, noch weitere Windeln zu nähen, bis sie dann wirklich perfekt ist und das erste Stück in den Verkauf geht!




Montag, 8. Februar 2016

Probenähen für Nanoda- Bloomy|One

Wisst ihr noch, die süsse Bloomy|Pant, die Erdbeerhose?
Schon während des Probenähens zu dieser Hose starteten die ersten Näherinnen mit einer Jungsversion ohne Falten. Ich habe gleich auch eine genäht, weil das Quakifröschli so dringend Hosen brauchte. Also zerschnitt ich ein paar unpassende Hosen von mir und erweckte sie zu neuem Leben als Bloomy|One.
Kurzgschwind haben wir ein paar Passformfotos gemacht und danach lange pausiert! Mir war es nur recht, denn wir lagen zu der Zeit alle abwechslungsweise flach!

Das Quakifröschli wollte unbedingt für die Fotos diese Mützen anziehen, ich fand das so süss von ihm. Auf einige Fotos hat er dann so voll gangstermässig cool geguckt und die Arme verschränkt. So witzig (nein, diese Fotos zeige ich nicht, das geht unter "blödeFotos", die ihm dann mal peinlich sein könnten).


Auf der Hosentasche mussten dann noch alle Autos platziert werden, die ich letztes Jahr im Leleli-Adventskalender hatte. Und zwar mussten sie so hin, dass sie alle einander angucken können!




























Die Hose war am Anfang noch sehr weit. Und nun, etwas zwei Monate später sind die Knie durch, ja Kniepatches hätte ich besser ausmessen sollen, die sind nämlich zu tief und somit auch kein Knieschutz. Eben, Knie durch und Hose generell nicht mehr sooo weit, weil das Quakifröschli einen mega Appetit hat und sie nun plötzlich besser ausfüllt! Passen finde ich einfach schön! Da kommt meine Lieblingsspielerei, die Kontrastnähte, so schön zur Geltung ;-) Bei den Mädchen kann man dadurch natürlich schön betüdeln!







Natürlich blieb es nicht bei einer Hose. Diesen tollen Hilco-Jeans habe ich mal jemandem abgekauft und er wartete jetzt echt lange auf seinen Einsatz. Und das Quakifröschli brauchte immer noch Hosen! Oder schon wieder oder wie auch immer!
Ich sags euch jetzt und dann soll bitte niemand jammern!
Bitte genau zuschneiden!!!!
Ja, nähen kann tricky sein, vor allem dann, wenn man denkt, habs ja gelesen, weiss ich dann schon!

So geschehen bei der Hose fürs Quakifröschli. Das Taschenteil falsch zugeschnitten! Und bei dieser Hose ist das nicht nur ein kleines Teil, sondern das ganze vordere Bein! Ahhrghhh!

 Was macht man also aus zwei falschen vorderen Hosenbeinen? Naja, eine kleine Hose! Gerade noch so genug Stoff! Also habe ich alles schön zugeschnitten und auf die nächste Nähgelegenheit gewartet. Bevor die kam, wurde der Schnitt nochmals angepasst. Kein Problem!
Nochmals ausgedruckt, geklebt, die schon zugeschnittenen Teile angepasst.

 
Waaaaahhhhhh!!!!

Und promt habe ich vergessen, dass ich ja bei der grossen Hose auf das Taschenteil achten muss!!!!! Ehrlich, ich war sowas von deprimiert. Ich hatte nun auch keinen Stoff mehr. Ich musste echt fast heulen! Aber wie ich bin, ich kann basteln! Und das auch mit Stoff! Also haben die vorderen Hosenteile nun halt "Ansätznähte". Auf der einen Seite sieht man es ganz gut, aber mir gefällt es. Ich habe extra den Stoff quer genommen, damit es auch schön auffällt. 
So wunderschönes, warmes Wetter haben wir hier im Februar!!! So schön, dass das Quakifröschli mit neuen Hosen und neuen Schuhen draussen auf dem trockenen Holzgeländer balancieren konnte. Sonst hätte ich ihn nicht für Fotos gekriegt!
Ich möchte mich hier bei Nadine von Nanoda einmal ganz herzlich bedanken, dass ich immer wieder bei ihr probenähen darf, obwohl ich nicht in ihrem Stammteam bin. Für mich ist das nicht selbstverständlich! Es zeigt mir, dass eine mittlerweile doch ziemlich bekannte Schnitterstellerin zufrieden ist mit meiner Arbeit und das ehrt mich sehr. Tut meinem Ego gut und spornt mich an, nicht nur das Minimum abzuliefern, mich etwas ins Po zu kneifen und mal ein Teil mehr zu machen, was aufwändiger zu betüdeln, etwas länger Fotos machen...
DANKE NADINE für dein Vertrauen und deine tolle Arbeit!

 






Nun, habt ihr die Schuhe gesehen? Ab sofort gibt es bei uns nur noch diese! WildlingShoes! Ein so toller Barfusschuh, dass mein Junior den am liebsten auch bei Regen tragen würde! Guckt doch mal bei Ana und Ran vorbei, was sie für einen wunderbaren Kinderschuh, den es bald auch als Erwachsenenschuh gibt, erfunden haben!

Nun zurück zu der Bloomy|Pant!
Schnitt: Bloomy|Pant von Nanoda
Stoff: Hilco Jeans von einer Stoff-Gruppe

Montag, 25. Januar 2016

Häslibody

Bodys sind einfach ultrapraktisch. Und wieso gibt es zum Kaufen kaum welche aus Sweat? Aus einem der weichsten Sweats aus meinem Fundus, habe ich för das Töchterli dieses zuckersüsse Body genäht. Innen schön flauschig, aussen weich und härzig. Perfekt für den Winter!